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Januar 2026

Zurzeit lese ich das sehr interessante Buch «Die Wahrheit über Eva. Die Erfindung der Ungleichheit von Frauen und Männern» von Carel van Schaik und Kai Michel. Das Buch schildert auf 700 Seiten, wie diese Ungleichheit erfunden wurde. Die Autoren liefern aber auch tiefe Einblicke in die Religionsphilosophie und -geschichte. Zwei Beispiele (Seite 405):


«Die Monotheisierung des Glaubens war ein imperialistischer Akt. (…) Die Bibelautoren, vor allem aber die christliche Kirche haben es geschafft, den Monotheismus als einzig wahre Religion erscheinen zu lassen – oder zumindest als gewaltigen Fortschritt. (…) Doch das ist nur Ideologie, das Produkt der totalitär gewordenen Herrschaftsreligion.»


«Wenn man wie wir Religion als eine Form der Lebensbewältigung versteht, ist klar: Je vielfältiger die Herausforderungen, je vielfältiger die Gesellschaft, umso vielfältiger die religiösen Formen, die sich entwickeln. (…) Es gibt kein Richtig oder Falsch, Hauptsache, es hilft! »