
… über Lebenswege und Erinnerungen
Eine Geschichte meiner mennonitischen Familie
Dieses Buch zeichnet die Geschichte meiner mennonitischen Familie nach. Im Mittelpunkt stehen Lebenswege über mehrere Generationen hinweg, geprägt von Migration, religiöser Identität und gesellschaftlichen Umbrüchen. Persönliche Erinnerungen werden mit historischen Quellen verbunden und in einen größeren zeitgeschichtlichen Rahmen eingeordnet.
Thematische Schwerpunkte:
- Mennonitische Geschichte und Tradition
- Familienbiografie und Erinnerungskultur
- Migration, Anpassung und Identität
- Alltag im historischen Kontext
Meine Familie gehörte zu den glücklichen 12.000 der insgesamt 35.000 evakuierten Mennoniten, die die sichere Seite in Deutschland erreichten und nicht wieder zurück in die Sowjetunion verschleppt wurden. Mein Vater sagte: «Der allmächtige Gott war mit seinem Schutz zugegen.» Und ich frage mich, warum die anderen 23.000 Mennoniten zurück nach Russland mussten. Wo war der Schutz Gottes für diese Mennoniten, für viele andere meiner Verwandten? Warum schien es derselbe Gott nicht für nötig zu halten, andere Menschen zu beschützen, besonders die Juden, die auch an ihn glaubten und zu ihm beteten? Dieselben Menschen, die meine Familie aus der Ukraine ins Wartheland in Sicherheit brachten, schickten zur gleichen Zeit Millionen von Juden in den sicheren Tod der Krematorien, zerstörten systematisch ländliche und städtische Infrastrukturen, Dörfer und Häuser, verursachten Hunger und Tod, hinterließen «verbrannte Erde». Die Summe dieser Kriegsverbrechen veränderte das Gesicht Osteuropas weit über das Ende des Zweiten Weltkrieges hinaus.
… über Lebenswege und Erinnerungen, Seite 136 f.
Erhältlich bei:
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… über Gott und die Welt
Eine Reflexion meiner evangelikalen Sozialisation
Dieses Buch ist eine sachliche Auseinandersetzung mit meiner evangelikalen Prägung. Es reflektiert Glaubensvorstellungen, Denkstrukturen und soziale Mechanismen, die meine religiöse Sozialisation geprägt haben. Ziel ist keine Abrechnung, sondern eine differenzierte Einordnung persönlicher Erfahrungen.
Thematische Schwerpunkte:
- Evangelikale Glaubensmuster
- Sozialisation und religiöse Prägung
- Zweifel, Distanzierung und Reflexion
- Verhältnis von Glaube, Vernunft und Gesellschaft
Wie im Judentum oder in den östlichen Religionen halte ich es für wichtiger, das Richtige zu tun, als das Richtige zu glauben. Der Glaube wird meiner Meinung nach völlig überbewertet, es gibt keinen ultimativ wahren oder richtigen Glauben. Weil Menschen nicht an das vermeintlich Richtige geglaubt haben, sind viel Leid, Terror und Krieg entstanden, sind Freundschaften zerbrochen, sind Familien auseinandergerissen worden. Dabei würde es schon reichen, die Goldene Regel zu befolgen, die alle Kulturen und Religionen kennen: Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.
… über Gott und die Welt, Seite 336
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